Leonore Enzmann: Die erste Nacht

19. April 2017

Die erste Nacht

© Leonore Enzmann

Es hängt ein Bild an meiner Wand,
die drauf ist, ist mir unbekannt.
Glaubt mir, ich hab Euch nicht belogen,
denn ich bin hier erst eingezogen.

Ich frag mich, wessen Konterfei
am Bild an meiner Wand wohl sei.
Die Augen lächeln mild hernieder,
ich schau es an mir immer wieder.

Die Locken ringeln sich wie Gold,
oh, ist das Mädchen darauf hold,
und auch der Mund, geschwungen fein,
als lade er zum küssen ein.

Wer nur, ist dieses holde Wesen,
könnt ich die Unterschrift doch lesen!
In gold´nem Licht erstrahlt der Raum.
Der Wecker klingelt, aus der Traum!

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Gedicht, Lyrik, Leonore Enzmann, Nacht, Bild, Mädchen, Traum


Leonore Enzmann: Der bleiche Mann

19. April 2017

Der bleiche Mann

© Leonore Enzmann

Der bleiche Mann ist dünn und still,
kein Mensch weiß, was er tut und will.
Er starrt die Kinder traurig an,
sie haben Angst vor diesem Mann.

Er lebt in einem großen Haus
und geht ganz selten nur hinaus.
und möchte aus dem Weg ihm geh´n.
Ich kenne ihn nur so vom seh´n.

Bis zu dem Tag, an dem geschah,
dass ich ihn brauchte, war er da.
Er hat gerettet mir das Leben.
Wie kann ich meinen Dank ihm geben?

Ich lud ihn ein, wir sprachen lang,
er sagt, er ist vor Kummer krank.
Er hat verloren Kind und Frau
bei einem Unfall, ganz genau

so wie er mir jetzt grad gescheh´n.
Auf einmal kann ich ihn versteh´n.
Die Seele riss es ihm entzwei,
sein großes Glück, es war vorbei.

Vorbei war gleich sein ganzes Leben,
ich werd´ ihm vieles wieder geben,
sodass er Freude wieder findet,
weil uns mein Leben nun verbindet.

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Gedicht, Lyrik, Leonore Enzmann, Mann, Lebensretter


Leonore Enzmann: Aschermittwoch früh

19. April 2017

Aschermittwoch früh

© Leonore Enzmann

Rotgoldene Wölkchen im klaren Azur,
Vogelgezwitscher durchklingt die Natur.
Raureif liegt noch auf Wiesen und Bäumen,
Menschen schlummern in seligen Träumen.

Rauchfähnchen schweben weiß von den Dächern,
Lichter entflammen in vielen Gemächern.
Einsame Schritte durchhallen die Stille –
Den Kopf noch schwer, cirka zwei/drei Promille!

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Leonore Enzmann: Schnupfen

19. April 2017

Schnupfen

© Leonore Enzmann

Ja, so manches legt sich auf die Blase,
andre Dinge gehen ans Gemüt,
krabbelt es jedoch in meiner Nase,
weiß ich, dass da irgendwo was blüht.

Manchmal kommt das Krabbeln auch vom Frieren,
dann hol ich die Rotlichtlampe raus.
Kommt jedoch das Krabbeln von den Viren,
dann ist’s besser, man bleibt schön zu Haus.

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Leonore Enzmann: Die Zukunft interessiert dich nicht

19. April 2017

Die Zukunft interessiert dich nicht

© Leonore Enzmann

Du sagst, der Himmel ist blau,
das Gras ist grün,
mein Haar ist braun.
Doch so einfach ist das nicht.
Im Winter ist alles weiß,
nachts sind alle Katzen grau.
Doch von der Zukunft willst du nichts wissen.
Du sprichst immer nur vom Heute und Jetzt –
du dummer, törichter Spiegel!

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Leonore Enzmann: Trauriges Ende

19. April 2017

Trauriges Ende

© Leonore Enzmann

Warum schaust Du mich so traurig an?
Warum lässt Du Deinen Kopf nur hängen?
Wenn ich wüsste, wie ich helfen kann –
Ob mit Witzen, Streicheln, mit Gesängen?

Sag, aus welchem Grunde bist Du blass?
Was kann ich nur tun, Dich aufzurichten?
Was, mein Liebchen, macht Dir wirklich Spaß,
kann erfreuen ich Dich mit Geschichten?

Warum, Schatz, bist Du so sehr geknickt?
Vielleicht bist Du einfach auch nur müd´?
Ach, hätt‘ ich Dich lieber nicht gepflückt,
stolze Rose, nun bist Du verblüht!

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Leonore Enzmann: Vor der Lesung

19. April 2017

Vor der Lesung

© Leonore Enzmann

Ich bin so furchtbar aufgeregt,
muss heute Abend lesen.
Ich hoff, dass sich das wieder legt,
sonst wär’s das wohl gewesen.

Man steht da vorn so ganz allein,
durchbohrt von vielen Blicken
und schnappt nach Luft, so voller Pein.
Man glaubt gleich zu ersticken.

Ich hoffe doch, ich stottre nicht,
wenn ich den Mund aufmache,
bleib hängen mitten im Gedicht,
verpatz die ganze Sache.

Ich wäre froh, es wär vorbei,
der Abend wär gelaufen
und hoffe außerdem dabei,
ich konnte was verkaufen.

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Leonore Enzmann: So jung wie man sich fühlt

19. April 2017

So jung, wie man sich fühlt

© Leonore Enzmann

Ei, wie ist die Zeit vergangen,
fühle mich noch jung.
Leben hat kaum angefangen,
macht schon einen Sprung.

Kindheit, Schulzeit, erste Liebe,
alles ist vorbei.
Steck im Arbeitsstressgetriebe
und im Alltagseinerlei.

Kinder großzieh’n, Enkel wiegen,
da geht hin so manches Jahr.
Falten und Arthrose kriegen
und auch graues Haar.

Wenn das Leben Freude gibt
bleibt Erinnerung.
Weiß man ein Herz, das einen liebt,
bleibt man ewig jung.

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Leonore Enzmann: Die Uhr

19. April 2017

Die Uhr

© Leonore Enzmann

Ein eigen Ding ist meine Uhr,
sie geht mal schnell, mal träge.
Hab ich es eilig, rennt sie nur,
worauf ich mich errege.

Doch warte ich auf Dich, mein Schatz,
da quäl’n sich die Sekunden.
Die Zeiger rücken nicht vom Platz,
Minuten dauern Stunden.

Und bist Du da, beeilt sie sich,
ich kann das nicht verstehen.
Hab viel zu wenig Zeit für Dich,
schon musst Du wieder gehen.

Was ist das nur mit dieser Zeit?
Die schönen Stunden rennen.
Die schlechten dauern Ewigkeit.
Kann nicht den Grund erkennen.

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Gedicht, Lyrik, Leonore Enzmann, Uhr, Zeit


Leonore Enzmann: Dimensionen

19. April 2017

Dimensionen

© Leonore Enzmann

Die Mücke und der Elefant,
das weiß ein jeder nur zu gut,
sind miteinander eng verwandt,
weil man aus ihr ihn machen tut.

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Leonore Enzmann: Unzufrieden

19. April 2017

Unzufrieden

© Leonore Enzmann

Egal, wie man es dreht und wendet,
der Tag doch stets im Chaos endet.
Man hat geschuftet voller Kraft
und doch am Ende nichts geschafft.

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Leonore Enzmann: Hitze

19. April 2017

Hitze

© Leonore Enzmann

Ich glaub, da kann man gar nichts tun,
es hilft nur eins – sich auszuruhn.
Die Hitze schlägt mir aufs Gemüt,
ich fühle mich wie abgebrüht.

Mein Mann, der kann sich nicht rasieren,
ihm läuft der Schweiß herab in Schlieren.
Die Glut schlägt auf die Eingeweide,
ein kühles Blondes macht jetzt Freude.

Zum Essen hat man keine Lust,
jede Bewegung bringt nur Frust.
Nur eins kann uns jetzt fröhlich stimmen –
ab ins Bad, wir gehen schwimmen.

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Dieter Franz: Ewige Ruh

19. April 2017

Ewige Ruh

© Dieter Franz

Es kommt der Tag an dem die Toten sterben,
wo keiner ihrer mehr gedenkt,
wo alle Spuren sind erloschen,
wo Starre, Dunkelheit und Schweigen
sich auf die Erde niedersenkt.

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Astrid Schulzke: Abhängige Liebe

18. März 2017

Abhängige Liebe / Du Hund!

© Astrid Schulzke

Wie hab ich dich geliebt, du Hund,
wild küsst’ ich deinen Erdbeermund.
Wollt’ nur in deinen Armen liegen,
mit dir zum Regenbogen fliegen.

Wollt’ früher sterben, als du stirbst,
aus Angst, es bräche mir das Herz.
Lag dir zu Füßen, du warst mein Licht,
doch du sahst meine Liebe nicht.

Wie hab ich mich nach dir verzehrt, du Hund,
wartete auf dich wohl tausend Stund’,
hast dich leise vom Acker gemacht,
ganz still und heimlich in dunkler Nacht.

Jedes Wort aus deinem Munde war gelogen,
hast dich einfach aus meinem Leben verzogen.
Nun lieg ich hier und meine Tränen fließen,
vielleicht werd’ ich mich sogar erschießen!

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Dieses Gedicht stammt aus dem Buch
Astrid Schulzke: Wie Frauen lieben. Lyrisches zu Liebe, Lust und Leid
Astrid Schulzke
Wie Frauen lieben
Lyrisches zu Liebe, Lust und Leid

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Leonore Enzmann: Schwänzeln

24. Februar 2017

Schwänze(l)n

© Leonore Enzmann

Der Dackel schwänzelt mich lieb an,
um mich herum schwänzelt mein Mann.
An Unverschämtheit für mich grenzt,
wenn mein Sohn Sven die Schule schwänzt.

Schwänzeln, das Wort kommt wohl von Schwanz,
Es ist der Männer Eiertanz.
Mit Schwänzeln und mit Augenrollen,
vollführ’n sie ihn, wenn sie was wollen.

Ich hab nun einen Weg gefunden,
mein Haar zum Pferdeschwanz gebunden.
Das heißt: Hört endlich auf mit Schwänzeln,
denn Eure Wünsche könnt ihr canceln.

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Martina Lukits-Wally: Kein Tag wie der andere

23. Februar 2017

Kein Tag wie der andere …

© Martina Lukits-Wally

Kein Tag wie der andere,
keine Stunde die gleiche,
so fliegen die Jahre
dahin wie der Wind.

Man möchte sie halten
die Stunden, die süßen,
die Tage voll Sonne,
das Leben voll Licht.

Doch nichts kehret wieder,
kein Frühling, kein Sommer,
was bleibt ist Erinn’rung
an Wärme und Glück.

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Gedicht, Lyrik, Poesie, Martina Lukits-Wally


Martina Decker: Der Mond im Karneval

23. Februar 2017

Der Mond im Karneval

© Martina Decker

Der Mond freut sich ganz ungemein:
Die Menschen feiern Fasenacht.
Gern schickt er seinen matten Schein
Dass er die Wege heller macht.

Er schaut so gern die Masken an
Lauscht dem Gesang und der Musik
Stupst manchmal auch die Sternchen dann
„Ich möchte schunkeln! Macht ihr mit?“

Dann wiegen sie wie Gondeln gleich
Im Rhythmus übers Firmament
Tun es wie die im Narrenreich
so frei und gänzlich ungehemmt.

Erst, wenn die Morgennebel steigen
Im Saal verstummt ist die Musik
und die Gesänge schweigen
zieht auch der Mond sich sacht zurück

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Silvia Friedrich: Festtagsgedicht

23. Februar 2017

Festtagsgedicht
© Silvia Friedrich

Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wär,

dann würd ich laufen,
nen Koffer kaufen,
ihn dicht bepacken,
die Nägel lacken.

Und dann verharren,
die Uhr anstarren,
sehnsüchtig erwarten,
das große Starten!

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Gedicht, Lyrik, Poesie, Silvia Friedrich


Leonore Enzmann: Lebenskreis

23. Februar 2017

Lebenskreis
© Leonore Enzmann

Im Frühjahr wird das Wetter schön,
die Blumen blühn und Bäume,
es schallt der Vögel Lustgetön
und auch der Mensch hat Träume.

Oh, könnt‘ es immer Frühjahr sein,
es wär´ das höchste Glück,
mit seinem gold´nen Sonnenschein
käm‘ Jugendzeit zurück.

Der Sommer ist ein Mix, so bunt,
aus Liebe, Lust und Reisen.
Man fühlt sich, wie ein junger Spund,
will ’s aller Welt beweisen.

Oh, könnt‘ es immer Sommer sein,
es wär‘ das höchste Glück,
mit seinem gold´nen Sonnenschein
käm´ auch die Lieb´ zurück.

Der Herbst, er bringt die pralle Frucht,
wir trinken gold’nen Wein.
Ich hab gefunden, was ich sucht‘,
muss nicht mehr einsam sein.

Oh, könnt‘ es immer Herbst nur sein,
es wär‘ das höchste Glück,
mit seinem gold´nen Sonnenschein
kämst Du zu mir zurück.

Nun ist es Winter, still und sacht,
der Schnee deckt alles zu,
ich freu mich auf die heil’ge Nacht,
Gemeinsamkeit und Ruh.

Nun wird es lange Winter sein,
ich träum vom großen Glück,
es bringt der inn’re Sonnenschein
nun Weisheit Stück für Stück.

***


Karin Reddemann: Ich wünsche

15. Juni 2010

Ich wünsche
© Karin Reddemann

Ich wünsche meinen Kopf zurück.
Stück für Stück
fresst Ihr ihn.

Meine Seele soll zurück.
Stück für Stück
raubt Ihr sie.

Ich wünsche mir mein Herz zurück.
Stück für Stück
gab ich es.

Ich wünsche mir die Welt zurück.
Stück für Stück
starb sie mehr.

Ich wünsche mir mein Ich zurück.
Stück für Stück
suche ich.

Ich wünsche meinen Schlaf zurück.
Stück für Stück
träume ich.

***

Ein Buchtipp

Gottes kalte Gabe
Karin Reddemann
Gottes kalte Gabe
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-3-6

***


Karin Reddemann: Tod der Heimkehrer

13. April 2010

Tod der Heimkehrer
© Karin Reddemann

Sie sind noch im Krieg
und können nicht ruhen.
Wunden im Kopf
lassen sie schreien.

Sie sind nicht zurück,
weil sie nicht vergessen.
Kinder im Kopf
lassen sie brüllen.

Sie sind längst daheim
und doch nicht zuhause.
Kämpfe im Kopf
lassen sie schweigen.

Sie waren im Krieg
und wollten noch leben.
Messer im Kopf
lassen sie frieren.

Sie sind diese Helden,
die Fahnen erhalten.
Tote im Kopf
lassen sie sterben.

2009 starben mehr US-Soldaten an Suizid als auf dem Schlachtfeld im Irak, das sie erlebt hatten. Der erste und zweite Weltkrieg, dann Vietnam weisen vermutlich ähnliche Zahlen auf, was die Heimkehrer betrifft.

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Ein Buchtipp

Gottes kalte Gabe
Karin Reddemann
Gottes kalte Gabe
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-3-6

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Patricia Koelle: Lesestoff

25. Februar 2010

Lesestoff – Winter – Frühling – Gedichte

Lesestoff
© Patricia Koelle

Der Winter schreibt weiße Gedichte
verlangsamt die inneren Uhren
macht vertraute Formen zunichte
mein Schritt zeichnet zweifelnde Spuren

Dein Abschied schrieb weiße Gedichte
sie flüstern in Nebel und Meer
ich warte, dass Trauer sich lichte
vom tieferen Lesen her.

Die Erde hüllt sich in Gleißen
während Sonne brennt, jenes zu lesen
was Schatten erzählen auf Weißem
doch schneller ist Frühling gewesen

Die Wiesen schreiben weiße Gedichte
von Pusteblumen und wilder Möhre
Sonne ist Zeuge einer hellen Geschichte
in der ich die Stille höre.

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Buchtipp – Lesestoff vom Feinsten:
Patricia Koelle: Die Füße der Sterne
Patricia Koelle
Die Füße der Sterne
Geschichten von Himmel, Meer und Erde.
Die Zeitschrift bella meint in ihrer Ausgabe 2/2010:
Glück zum Lesen.

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Nils Pickert: Weiße Gedichte

23. Februar 2010

Winter auf der Bergehalde Lydia
 

Weiße Gedichte
© Nils Pickert

Als ich noch weiße Gedichte schrieb,
Wurde ich in den Schlaf gesungen.
Ich lag im Bett und füllte mein Herz
Mit dem unfassbaren Gott der Erwachsenen.
  Wer groß war, der musste gut sein,
  Wen ich liebte, der ließ mich nicht allein.

Man warf mir kleine Zuneigungen zu wie Kieselsteine,
Wenn ich fiel, strich man Trost auf meine wunden Beine.
Hecken und Gras ließ man für mich ungeschnitten,
Und ich konnte einfach jeden um alles bitten.

Was von mir und diesen Gedichten blieb
Ist oberflächlich glatt, aber darunter gesprungen,
Schillert regenbogenfarben zwischen Wissen und Schmerz.
Was ich heute bin, hat einen Knacks. Auch wenn
  Ich mich gut daran erinnern kann,
  Lande ich dort niemals wieder an.

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Quelle: http://dichterraum.wordpress.com/2010/02/20/weise-gedichte/

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